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So setzen Sie Ihre guten Vorsätze für das neue Jahr gezielt in die Praxis um

Kleine Erfolge bringen Sie Ihrem Ziel Schritt für Schritt näher

Von KATRIN SCHREITER

Mehr Bewegung, weniger Süßigkeiten, ein Ehrenamt beginnen, nicht mehr rauchen und überhaupt ein netterer Mensch werden – Silvester ist wohl der beliebteste Termin für gute Vorsätze. Doch für viele ist im Februar schon wieder alles beim Alten. 

Warum fällt es uns so schwer, gute Vorsätze umzusetzen?

Eine große Gefahr besteht darin, dass man sich einfach zu viel auf einmal vornimmt – da sind sich die Psychologen einig. Das Rauchen aufgeben, zehn Kilogramm abnehmen, mehr Zeit mit den Enkeln verbringen, jede Woche ein gutes Buch lesen und sich öfter mit Freunden treffen – das kann kaum funktionieren. 

Bei einer endlos langen Liste an guten Vorsätzen reichen Zeit, Nerven und Willenskraft oft gar nicht aus, um alles auf einmal in die Tat umzusetzen. Aber das ist auch gar nicht nötig. Wichtiger sind eine gehörige Portion Geduld und Realismus. 

Diese 10 Tipps helfen Ihnen dabei, die Theorie in die Praxis umzusetzen:

1. Weniger ist mehr: Starten Sie nicht mit unzähligen Vorsätzen ins neue Jahr! Konzentrieren Sie sich vorerst auf die wichtigste Sache – verfolgen Sie diese aber dafür konsequent. 

© istockphoto.com / Dean Mitchell

2. Vorsatz auf den Punkt bringen: Formulieren Sie Ihr Ziel konkret! Statt der vagen Absicht „Ich will gesünder essen“, sagen Sie nun, „Ich esse jetzt jeden Tag einen Apfel und einen Salat“. 

3. Positiv denken: Schaffen Sie sich Anreize! Denn es gibt leider zahlreiche Gründe, die dagegen sprechen sich aufzuraffen, etwa um sich zu bewegen.

Die Anreize bringen die Motivation in Gang. Nicht: „Draußen ist es kalt und ungemütlich“, sondern „Die Luft ist frisch und macht meinen Kopf klar.“ 

4. Sich erinnern: Schreiben Sie sich Ihr Ziel auf einen Zettel – und zwar so, dass Sie ihn wieder finden. Zum Beispiel, indem Sie ein großes Schild „Nicht naschen“ an die Kühlschranktür oder die Schublade mit den Süßigkeiten kleben. 

5. Realistisch bleiben: Stecken Sie Ihre Ziele nicht zu hoch! Denn was von vornherein unerreichbar erscheint, geht man meist ohne wirklichen Elan an. Schaffen Sie sich lieber viele kleine Erfolgserlebnisse. Je näher man einem Ziel kommt, desto motivierter ist man, es zu erreichen. Wer mehr spazieren gehen möchte, macht erst mal kleine Runden und steigert sich nach und nach. 

6. Zeitplan für das Vorgenommene erarbeiten: Wer seine Erinnerungen in einem Buch festhalten möchte, sollte Etappenziele planen: Bis Ende Januar Material sammeln und im Februar das erste Kapitel schreiben. 

© istockphoto.com / Eva Katalin

7. Anerkennung buchen: Vergessen Sie nicht, sich zu belohnen! Wenn Sie es zum Beispiel eine Woche ohne Nikotin geschafft haben, belohnen Sie sich mit einem Buch.

Fällt Ihnen die Überwindung leichter, wenn Sie sich vor anderen beweisen müssen? Dann machen Sie Ihre Ziele publik – erzählen Sie davon.

8. Verlockungen meiden: Weichen Sie Situationen aus, die Sie in Versuchung führen könnten. Dazu gehört für Raucher, dass sie nicht mehr mit anderen Rauchern vor die Tür gehen sollten. Wer sich gesünder ernähren möchte, sollte sich den allzu häufigen Gang zum Bäcker oder Fleischer verkneifen.

9. Höhen und Tiefen durchstehen: Halten Sie durch! Werfen Sie nicht gleich beim ersten Rückschlag das Handtuch. Diese gehören genauso zum Leben dazu und sorgen für den nötigen Ansporn. Auch wenn Sie Ende Januar bei einem gemeinsamen Abend mit Freunden doch wieder drei Zigaretten geraucht haben, haben Sie nicht gleich versagt. Schließlich haben Sie bis dahin viele Schachteln weniger geraucht. 

10. Gemeinsam stark sein: Suchen Sie sich Mitstreiter! Im Team kann man sich gegenseitig zum Durchhalten anspornen, sich bei Rückschlägen Mut machen und Kontrolle ausüben. 

Warum eigentlich bis zum Jahreswechsel warten?

Gesünder essen und mehr Bewegung: Wer etwas ändern möchte, muss nicht bis Silvester warten. Senioren können jederzeit beginnen, ihre guten Vorsätze umzusetzen, auch, wenn sich mit dem Alter „das Ausmaß der Zielsetzung verändert“, weiß Ursula Lenz von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen. „Die Wünsche älterer Menschen sind oft bescheidener.“ Das aber macht es auch oft leichter. Also:Einfach anfangen!

Erstveröffentlichung des Beitrags im GDA-Magazin "Meine Zeit" | Ausgabe 04-2019 

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