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Umzug in ein Seniorenstift – Nehmen Sie die Dinge in die Hand!

Diese sechs Schritte helfen Ihnen beim Aufräumen

Stellen Sie sich vor, Ihr Umzug in eine Seniorenresidenz oder in ein Wohnstift steht bevor. Sie freuen sich schon auf die neue Umgebung, die nette Atmosphäre, die neuen Möglichkeiten und interessanten Aktivitäten mit Ihren neuen Nachbarn. 

Auf der anderen Seite spüren Sie aber auch etwas Befangenheit und Sorge, denn wenn Sie sich in Ihrer Wohnung so umschauen, stellen Sie sich die Frage: ‚Was passiert jetzt mit den vielen Dingen, die sich in meinem Heim über die vielen Jahre angesammelt haben? Was davon kann ich wegwerfen, was möchte ich aufheben? Und womit soll ich überhaupt beginnen?‘

Rechnen wir Keller, Dachböden und Garagen mal nicht mit, so finden im Laufe eines Lebens viele Gegenstände den Weg in unsere Wohnungen. Da stapeln sich manche oft selbstgebastelten Geschenke von Kindern und Enkeln neben den antiken Erbstücken von Eltern und Großeltern. Die Bücherregale quellen über von gelesenen (Urlaubs-)Romanen, Zeitschriften, Fachliteratur und Fotoalben. Dieses oder ein ähnliches Szenario ist vielen Menschen wohlbekannt. 

Veränderungen im Leben bedeuten immer, dass altbekannte Systeme und Muster aufgebrochen und Entscheidungen getroffen werden müssen.

 

An diesem Punkt stehen Sie jetzt also. Sie müssen auswählen und entscheiden: 

  • Was hat sich eigentlich konkret an Dingen angesammelt?

  • Welche liebgewonnenen Sachen möchten Sie mitnehmen in Ihr neues Zuhause (bei der GDA)? 

  • Wovon können Sie sich guten Gewissens und schnell trennen? 

  • Woran hängen Sie wirklich und was können Sie endlich loswerden durch den Umzug?

Manchmal kann das eine sehr schwierige Entscheidung sein. Nostalgie, Emotionen, Erinnerungen und diffuse Ängste sind tief mit den Dingen um uns herum verbunden und spielen beim Loslassen eine enorm wichtige Rolle. 

Wir können, nein, wir möchten Ihnen deshalb eine kleine, aber eventuell nützliche Hilfe und sechs Profi-Tipps von Marie Kondo mit auf den Weg in Ihr neues Zuhause geben.

Wer ist eigentlich Marie Kondo?

Die Japanerin Marie Kondo ist die heimliche Königin des Aufräumens. Sie hat nicht nur mehrere sehr erfolgreiche Bücher zu diesem Thema geschrieben, sondern sie ist durch das Aufräumen auch Teil einer Netflix-Serie geworden, wodurch ihre besondere Methode des Aufräumens auf der ganzen Welt verbreitet wurde.

Doch Marie Kondo ist nicht nur in der internationalen Selbstvermarktung ein Ass, sondern tatsächlich im Aufräumen. Sie ist genau die richtige Person, die Ihnen vor dem Umzug in das Seniorenstift ein paar Profi-Tipps mitgeben kann. 

Zwei Punkte überzeugen zu Beginn jeden, der ihren Tipps auch nur wenige Minuten Aufmerksamkeit schenkt: 

a) Die meisten Menschen gehen falsch an das Aufräumen heran, und 

b) behalten Sie bitte nur das, was Ihnen wirklich tiefe Freude bereitet.

Handeln Sie schnell und konsequent!

Laut Marie Kondo muss Aufräumen wirklich schnell passieren. Keine Prokrastination darf Sie aufhalten! Ordnung zu schaffen ist nämlich kein langgezogener und ewig währender Prozess (wenngleich die meisten das glauben), sondern besitzt einen zeitlich abgeschlossenen Rahmen. 

Teilen Sie zuerst alle Dinge in Kategorien ein – wie etwa in Kleidung oder Bücher! Jede Kategorie wird dann von vorn bis hinten abgearbeitet und abgeschlossen. Dann erst wird die nächste Kategorie angefasst und bewältigt. 

Also Ärmel hochgekrempelt beim Aufräumen, Augen auf und rasch hindurch – ohne nebenbei noch zu saugen, die Fenster zu putzen und den Müll runterzubringen!

Bearbeiten Sie eine Kategorie nach der anderen!

Marie Kondo empfiehlt für das Aufräumen speziell die Reihenfolge Kleider, Bücher, Papiere, Kleinkram, Erinnerungsstücke. 

Warum Kleidung zuerst? Nun, von der Kleidung ist es am leichtesten, sich zu verabschieden. Das kennen wir schon durch die wechselnden modischen Tendenzen und dem Wunsch nach Neuem. Die emotionale Bindung an Kleidung ist meist geringer, Ihre Lieblingsstücke ausgenommen. 

Andenken hingegen sind sehr schwer zu entsorgen. Das gilt auch für alle liebevollen Geschenke, die jahrelang still in der Vitrine einstauben. Allein der Gedanke daran, diese Dinge wegzugeben, löst bei vielen ein leichtes Schuldgefühl aus. Und für Erb- und Erinnerungsstücke gibt es keinen adäquaten Ersatz. Daher stehen diese Dinge als Kategorie ganz am Ende einer Aufräumaktion.

Verschaffen Sie sich gezielt einen Überblick!

Wenn Sie beginnen, versuchen Sie zunächst, alles aus einer Kategorie auf einen Haufen zu sammeln. So können Sie sich visuell einen Überblick verschaffen, wie viele Dinge Sie eigentlich besitzen. 

Dieser, sagen wir einmal etwas gewagte, Trick ist wichtig, damit Sie sich bewusst werden, dass es nun wirklich an der Zeit ist, sich von vielen unnützen Dingen zu trennen. 

Unbewusst wissen Sie meist ja schon, dass Sie viel zu viel besitzen, aber weil vieles über die gesamte Wohnung verteilt ist, haben Sie nie ein wirkliches Bild vor Augen und verdrängen das. Jetzt ist der Moment der Wahrheit gekommen.

Nehmen Sie die Dinge in die Hand und hören Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl!

Nachdem eine Kategorie vollständig vor Ihnen ausgebreitet liegt, nehmen Sie die Sachen einzeln in die Hand. Schauen Sie sich jedes Ding genau an! Was fühlen Sie dabei? Was sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl?

Möchten Sie den Gegenstand schnell wieder weglegen oder lieben Sie die damit verbundenen Erinnerungen? Macht Sie dieses Stück glücklich? Brauchen Sie es? Wenn Sie diese Fragen nicht klar mit einem Ja bewerten, dann trennen Sie sich von dem Gegenstand! Aber bitte werfen Sie ihn nicht gleich in den Mülleimer, sondern überlegen Sie, ob Sie die Dinge, die Sie weggeben möchten, spenden oder verschenken könnten.

Behalten Sie nur Sachen, die Freude auslösen!

Nein, es geht Marie Kondo nicht darum, dass Sie etwas wegwerfen, sondern Sie sollen bewusst darüber nachdenken, warum Sie etwas behalten möchten. 

Deshalb nehmen Sie jeden Gegenstand in die Hand, halten kurz inne und fragen sich selbst: ‚Ist das Gefühl, das dieses Ding, dieses Objekt, auslöst, für mich angenehm, schön und Glück spendend?‘ 

Durch diese Fragestellung bekommen Sie eine Ahnung, wie Sie in Zukunft leben wollen. Spüren Sie in das Gefühl hinein, das Ihnen jeder einzelne Gegenstand vermittelt!

Sicherlich, viele Dinge können entsorgt, verschenkt oder gespendet werden, wenn Sie demnächst in ein Seniorenstift umziehen. Und Hand aufs Herz: Ist nicht schon einiges durch die vorherigen Schritte verschwunden? Vielleicht so ungefähr zwei Drittel oder mehr? Gut so, meint Marie Kondo, denn nur jene Gegenstände, die uns wirklich Freude bereiten, wollen wir behalten. Und je mehr wir uns von Dingen trennen, desto leichter wird es. 

Sagen Sie beim Abschied leise Danke!

Weisheit beim Aufräumen ist laut Marie Kondo, wenn Sie den Dingen, die Sie weggeben, noch einmal leise auf Wiedersehen sagen und sich so persönlich von ihnen verabschieden. 

Dadurch geben Sie den Dingen, die Sie ein Stück durch Ihr Leben begleitet haben, beim Abschiednehmen einen Wert. ‚Liebes Buch, ich habe dich gerne gelesen, und es war ein toller Sommer mit dir am Strand.‘ Oder: ‚Liebes Küchengerät, du hast alles getan, was ich von dir verlangt habe. Du warst ein hilfreicher Teil meines Lebens. Jetzt darfst du gehen.‘ Denn ‚quelque chose va changer‘, was übersetzt so viel heißt wie ‚etwas wird sich ändern‘. 

Wenn es sich um Andenken wie Fotos, alte Servietten aus Ihrem Lieblingsrestaurant oder Steine vom ersten Strandurlaub handelt, die Sie unbedingt aufbewahren möchten, weil das damit verbundene Gefühl richtig und gut ist, rät Marie Kondo dazu, eine Art Altar, Schrein oder Lebensatlas damit zu bestücken. Sie können sich dafür aber bspw. auch ein besonders schönes Kästchen aussuchen, in dem Sie alle diese Dinge aufbewahren wie in einer kleinen persönlichen Schatzkammer. Aber achten Sie auch hier darauf, dass Sie alle Dinge gezielt auswählen!

In der Ordnung findet alles seinen Platz

© Pixabay.com

Nachdem Sie sich nun vieler Dinge entledigt und sich von ihnen verabschiedet haben, dürfen Sie befreit aufatmen. Es wird Ihnen fortan leichter fallen, Ordnung zu halten und damit auch den Überblick über die wirklich wichtigen Dinge zu behalten. 

Ihre Kleidung wird vielleicht nun in einer bestimmten Art gefaltet und anders aufbewahrt als bisher. Alles, was Sie besitzen, sollte laut Marie Kondo an einem überschaubaren Ort griffbereit liegen und vor allem platzsparend verwahrt werden. 

Genießen Sie Ihren persönlichen Moment der Erneuerung!

Sich von überflüssigem Ballast zu befreien schafft positive Energie und Raum für Neues – auch im Denken. Genießen Sie Ihren persönlichen Moment der Erneuerung! Sie werden sehen, wie befreit und energetisch Sie sich danach fühlen – und vielleicht auch ein bisschen jünger?

Fragen Sie sich auch in Zukunft, vielleicht bei Anschaffungen für Ihr neues Zuhause im Seniorenstift: ‚Bringt mir dieses Stück wirklich Freude? Macht es mich langfristig glücklich? Inspiriert es mich für meine Zukunft?‘ So können Sie bewusst Ja sagen, und es wird auch einfacher, all jene Dinge zu identifizieren, zu denen Sie dann auch in Zukunft lieber Nein sagen möchten.

Übrigens: Die Wohnstiftsberater und Einzugsbegleiter der GDA beraten Sie rund um Ihren individuellen Einzug hinsichtlich aller notwendigen Umzugsvorbereitungen und organisieren gern professionelle Hilfe für Sie.

Schauen Sie bei diesbezüglichen Fragen in unsere FAQs oder schreiben Sie uns eine E-Mail an  info@gda.de! Wir freuen uns auf Sie.

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