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Ratgeberblog

Ob Einblicke in das alltägliche Leben bei der GDA, interessante Reportagen oder einfach nur ein paar gute Tipps für ein schöneres Leben – in unserem Ratgeberblog finden Sie Lesenswertes und Lebenswertes.

Wohlig warm

Im Winter setzt bei manchen das große Bibbern ein – selbst im Wollpulli und bei aufgedrehter Heizung. Kleine Tricks helfen zwar, doch wer ständig friert, sollte der Ursache auf den Grund gehen.

Manchen ist den ganzen Tag kalt, und selbst nachts unter einer dicken Decke wird ihnen nur langsam warm. Vermehrt heiße Getränke zu sich zu nehmen kann helfen. „Besonders empfehlenswert ist Ingwertee, da er wegen seiner Scharfstoffe zusätzlich wärmt“, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Vorsicht ist bei Kaffee geboten: Übermäßiger Konsum verengt die Gefäße, Hände und Füße frieren stärker. Auch Heißgetränke mit Alkohol wärmen nur vorübergehend, warnt Sellerberg. Alkohol erweitere kurzfristig die Blutgefäße, da- durch komme zwar mehr Wärme in äußere Körperbereiche. Die Wärme werde jedoch von den inneren Organen abgezogen.

Wer ständig friert, sollte warm essen

Wer ständig friert, sollte grundsätzlich warm essen. „Als Vorspeise eine heiße Suppe, das hilft enorm“, empfiehlt Ursula Hilpert-Mühlig, Vizepräsidentin des Fachverbands Deut- scher Heilpraktiker.

„Regelmäßig ein heißes Vollbad kann ebenfalls bei Dauerfrösteln helfen“, sagt Sellerberg. Auch Wechselduschen oder Kneipp-Anwendungen sind einen Versuch wert. „Bei Wechselduschen sollte das Wasser von warm auf kühl, nicht von heiß auf kalt gestellt werden“, rät Hilpert-Mühlig. Sonst sei der Reiz zu stark.

Fußbäder und Socken beim Schlafen können helfen

Hilfreich könnten zudem Fußbäder am Abend sein. Dabei wird nach und nach mehr heißes Wasser zum anfänglich körperwarmen Wasser hinzugefügt. Senf- oder Rosmarinöl können beigemischt werden. An- schließend mit trockenen Füßen in warme Socken steigen.

Wenn Hausmittel nicht helfen, führt an professioneller Hilfe kein Weg vorbei. „Ist das Dauerfrösteln

auch nach zwei bis drei Monaten nicht abgeklungen, sollte der Hausarzt aufgesucht werden“, rät Professor Peter Falkai, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
an der Uni München. Der Arzt müsse mögliche organische Ursachen abklären. Auslöser könnten zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse, chronische Entzündungen oder auch ein Vitaminmangel sein. Auch ein niedriger Blutdruck kann hinter einem ständigen Kältegefühl stecken. „Der Blutdruck liegt idealerweise bei 120 zu 80“, erläutert Sellerberg. Bei Werten unter 105 zu 65 sei der Blut- druck zu niedrig.

Gesteigert werden könne er durch Medikamente, aber auch mithilfe von pflanzlichen Extrakten. „Zum Bei- spiel fünf bis zehn Tropfen Rosmarin-Urtinktur oder eine Tasse Rosmarintee vor dem Frühstück“, sagt sie. Zubereitungen aus Kampfer aktivierten ebenfalls den Kreislauf.

Grundsätzlich gilt: Frauen frieren leichter als Männer. „Sie haben eine geringere Muskelmasse, und Muskeln produzieren Wärme“, erklärt Sellerberg. Bei sehr schlanken Frauen sei zudem das Unterhautfettgewebe dünn. „Damit sind sie schlechter gegen Wärmeverluste isoliert als Männer. In solchen Fällen sollten auch die Gründe für das Untergewicht geklärt werden.“


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