05.02.2015 15:24

Ganz schön bunt: Nachbarschaft in der Hildesheimer Straße

„Hannover ist eine weltoffene Stadt“, so Alptekin Kirci, Büroleiter der niedersächsischen Integrationsbeauftragten Doris Schröder-Köpf. Beide nahmen gestern am traditionellen Neujahrsempfang in der Hildesheimer Straße 179 teil. Organisatoren waren die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde am Döhrener Turm, das Flüchtlingswohnheim, der Sportverein Eintracht von 1898 e.V., der Kleingärtnerverein Tiefenriede e.V. und das GDA Wohnstift Hannover-Waldhausen.

Eine Regisseurin aus Georgien und ein Informatiker aus dem Irak berichteten stellvertretend für die Mitbewohner des Flüchtlingswohnheims von ihrem Leben, ihrer Flucht und persönlichen Zielen in Deutschland. 240 Gäste hörten im großen Saal der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde ihre Geschichte, darunter Thomas Hermann, Erster Bürgermeister der Landeshauptstadt. Er stellte fest: „Ich kenne keinen bunteren Zusammenschluss zu einem Neujahrsempfang wie den heutigen.“ Bunt auch die Begrüßung durch die Tanz- und Gesangsgruppe des Flüchtlingswohnheims um Sängerin Ulrike Adler. „Das Wohnheim umgibt ein fester und sicherer Unterstützerkreis“, freut sich Heimleiterin Irene Wegener über die andauernde Solidarität, die ein „gutes Beispiel für andere Häuser in der Stadt ist“.

„Werte“ – das Thema des Abends. „Wir sind in der GDA multikulturell und das wollen wir nach außen tragen“, beschreibt Georg Nicolay, Geschäftsführer der Gesellschaft für Dienste im Alter einen wichtigen Wert seines Unternehmens. „Christusorientiert, menschenfreundlich und weltoffen“ seien die Werte seiner Gemeinde, in deren Wirkung er Chancen für eine bessere Gesellschaft sieht, sagt Pfarrer Manfred Beutel. Ein Leben zwischen der Gemeinschaft und eigener kleinen Welt auf 280 Quadratmetern Grün beschrieb der ehemalige NDR-Rundfunkredakteur Hartmut Brinkmann, der viel von seinem Garten im Kleingärtnerverein Tiefenriede lernen könne über „Schönheit, Ruhe und Geduld“.